Zitate

Abschied, Trauer, Tod

Der Tod ist nie das Ende einer Reise,
sondern stets Aufbruch ins Licht.

 
Wenn die Sonne des Lebens untergeht
leuchten die Sterne der Erinnerung

 
Manchmal bist du in unseren Träumen
oft in unseren Gedanken
und immer in unseren Herzen.

 
Unsere Seele gleicht der Sonne.
Sie geht unter, um im selben Augenblick
an einem anderen Ort strahlend aufzugehen.

 
Das Leben ist eine einzige grosse Überraschung.
Ich wüsste nicht, warum der Tod nicht eine grössere sein sollte.
Vladimir Nabokov

 
Wenn im Kreis der Lebenswelt das Blatt zurück zur Erde fällt,
kehrt es zum Ursprung nur zurück und findet dort sein stilles Glück.

 
Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung.
Aber Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
Dietrich Bonhoeffer

 
Die Liebe baut uns die Brücke
von der Erde in den Himmel,
vom Diesseits ins Jenseits.

 
Einmalig
Niemand war wie du.
Niemand in deinem Land, auf deinem Kontinent.
Niemand hatte deine Fingerabdrücke.
Niemand hatte deine Stimme.
Niemand hatte deine Geschichte.
Niemand ist dein Weg gegangen, den du vor dir hattest.
Niemand sah die Welt so wie du.
Niemand, weil du einmalig warst.

 
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
R. M. Rilke

 
Der Tod ist die Grenze des Lebens, aber nicht der Liebe.

 
Es gibt kein Sterben
es gibt nur einen Wechsel der Welten.
Indianisch

 
Das Jahr beginnt,
Das Jahr zerrinnt
Wie Sand in einem Siebe.
Das Glück verweht,
Das Leid vergeht,
Was bleibt,
ist nur die Liebe.
K. Lenz

 
Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man nicht durch den Tod verlieren.
Johann Wolfgang von Goethe

 
Anfangs wollt ich fast verzagen
und ich glaubt, ich trüg es nie.
Und ich hab es doch getragen-
aber fragt mich nur nicht wie.
Heinrich Heine

 
So wie ein Blatt vom Baume fällt,
so geht ein Leben aus der Welt.

 
Es weht ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines.
Das eine Blatt, man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein
war Teil von meinem Leben,
drum wird dies eine Blatt allein
mir immer wieder fehlen.

 
Fein am Zweig hing das Seelenblatt,
als eine leise Brise es streichelte.
Aufs Wasser legte es sich sanft
und nahm mit dem Fluss seine stille Reise auf.

 
Wenn ich tot bin, sollst du gar nicht trauern.
Meine Liebe wird mich überdauern
und in fremden Kleidern dir begegnen
und dich segnen.
Joachim Ringelnatz

 
Die Welt sieht anders aus.
Noch glaub ichs nicht.
Es kann nicht sein.
Und eine leise Stimme spricht:
„Wir sind nicht allein.“
Kurt Tucholsky

 
Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder
So sternklar war die Nacht
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
Joseph von Eichendorff

 
Traurig ist’s wenn Menschen gehen
in das unbekannte Land.
Nie mehr können wir sie sehen
oder spüren ihre Hand.

Doch sie sind vorausgegangen,
halten uns die Tore auf,
werden einstens uns umfangen,
wenn zu End‘ der Lebenslauf.
Lisl Güthoff

 
Denk Dir ein Bild. Weites Meer.
Ein Segelschiff setzt seine weissen Segel
und gleitet hinaus auf die offene See.
Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es.
Da sagt jemand: „Nun ist es gegangen.“
Ein anderer sagt: „Es kommt.“
Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont ist nichts anderes
als die Grenze unseres Sehens.
Wenn wir um einen Menschen trauern, freuen sich andere,
ihn hinter der Grenze wieder zu sehen.

 
Der Tod ist ganz einfach das Heraustreten
aus dem physischen Körper,
und zwar in gleicher Weise, wie ein Schmetterling
aus seinem Kokon heraustritt.
Elisabeth Kübler-Ross

 
Alles Wachsen ist ein Sterben,
jedes Werden ein Vergehn.
Alles Lassen ein Erleben,
jeder Tod ein Auferstehn.
Rabindranath Tagore

 
Sterben ist nur ein Umziehen in ein schöneres Haus.
Elisabeth Kübler-Ross

 
Der Tod ist kein Erlöschen des Lichts.
Er ist das Löschen der Lampe,
weil der Morgen angebrochen ist
Rabindranath Tagore

 
Sterben ist wie das Verblassen
der Lampe im Morgenlicht,
wenn die Sonne neu geboren wird.

 
Wohin können wir den sterben,
wenn nicht in immer höheres Leben hinein!
Christian Morgenstern

 
Nicht das Freuen, nicht das Leiden
stellt den Wert des Menschen dar.
Immer nur wird das entscheiden,
was der Mensch den Menschen war.

 
Erinnerungen, die unser Herz berühren,
gehen niemals verloren.

 
Immer wenn wir von dir erzählen,
fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.
Unsere Herzen halten die Wärme gefangen,
so, als wärst du nie gegangen.
Wir wissen, jetzt hast du es gut,
und dieses Wissen, macht uns Mut.

 
Du wirst uns schmerzlich fehlen
und doch, wir klagen nicht.
Dich wird kein Leid mehr quälen,
du gehst im hellen Licht.

 
Du bist nicht mehr da wo du warst –
aber du bist überall wo wir sind.
Victor Hugo

 
Wenn tausend Sterne am Himmel stehen,
schau hinauf, Du kannst sie sehen,
der hellste, das bin ich,
schau hinauf und denk an mich.

 
Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang.
Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

Allein im Nebel tast ich todentlang
Und lass mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.

Der weiss es wohl, dem gleiches widerfuhr;
-Und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eigenen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod der anderen muss man leben.
Mascha Kaléko, Memento

 

An meinem Grabe

Da steht ihr nun, wollt mich betrauern
ihr glaubt, dass ich hier unten bin:
ihr mögt vielleicht zunächst erschauern –
doch schaut einmal genauer hin.

Ich bin nicht hier – wie ihr vermutet,
mein Körper mag hier unten sein,
doch während die Musik noch tutet
bin ich schon lang nicht mehr allein.

Seht ihr die Blätter dort im Wind?
Es sind sehr viele – sicherlich –
doch achtet drauf wie schön sie sind;
und eins der Blätter – das bin ich.

Seht die Wolken am Himmel ziehen,
schaut ihnen zu und denkt an mich,
das Leben war doch nur geliehen,
und eine Wolke – das bin ich.

Die Schmetterlinge auf der Wiese,
perfekt erschaffen – meisterlich,
ich bin so fröhlich grad wie diese,
und einer davon – das bin ich.

Die Wellen, die vom Bach getragen,
erinnern sie vielleicht an mich?
Ihr müsst nicht lange danach fragen:
denn eine Welle – das bin ich!

Blumen erblühen in all ihrer Pracht
die Rose und selbst der Wegerich,
und alle sind für euch gemacht
und eine Blume – das bin ich.

Ich möchte nicht, dass ihr jetzt trauert,
für mich wär das ganz fürchterlich.
Tut Dinge, die ihr nie bedauert:
Denn Eure Freude – das bin ich!
Heinz Rickal

 
Ihr glaubt, eine Beerdigung zu besuchen,
aber in Wirklichkeit kommt ihr zu einer Geburt.
Jostein Gaarder

 
Du warst noch nicht geboren,
hast nie das Licht gesehn
und warst schon auserkoren
von dieser Welt zu gehn.

Du durftest niemals lachen
und froh und lustig sein
und Kinderspäße machen,
im hellen Sonnenschein.

Nie durft ich Trost dir spenden,
dich in die Arme schließen,
dich führen an den Händen
mit dir die Welt genießen.

Du durftest nie erfahren,
wie warm die Sonne scheint.
Ich werde dich bewahren,
hab sehr um dich geweint.

Trotzdem:
DU hast mich gelehrt
was Liebe ist und Wert.
Du kleiner Fratz,
weit und breit
bist du der größte Schatz,
für mich für alle Zeit.
Annegret Müller

 
Wenn eim s’Läbe s’Liebschte nimmt,
so isches halt doch so bestimmt.
D’Erinnerig und d’Ewigkeit,
das isch was blibt und wo eim treit.
En Mänsch mit sine liebe Art
wird tüüf im Herz inn ufbewahrt.
Friedrich Walter